Perlen
Perlen
- Der Ursprung
- Formen und Farben
- Die Akoya-Zuchtperle
- Süsswasser-Zuchtperlen
- Zuchtperlen aus der Südsee
- Mabe-Zuchtperlen
- Keshi-Zuchtperlen
- Das Perlen-Collier
- Die Schliesse
- Perlen-Schmuck
- Tipps für Ihren Perlenkauf
- Edles Bedarf der Pflege
Seit Jahrtausenden gelten Perlen als Symbol der Liebe, des Glücks und des Wohlstands. In der griechischen Geschichte wird die Perle mit absoluter Reinheit gleich gesetzt, die Römer verbinden mit ihr Lieblichkeit und Freude. Verborgene Kräfte soll das Meer der Perle mitgeben; die Magie war und ist mit der Perle eng verknüpft. Legenden berichten vom Mysterium der Entstehung der Perle, und auch heutzutage gilt die Perle als das geheimnisvollste wie auch weiblichste aller Juwelen.
Obschon historisch nachgewiesen ein 'altes Juwel', ist die Perle als Schmuck ewig jung; sie geht mit jeder Mode, sie ist geradezu dominant bei neuen Trends in der Schmuck-Welt. Ihr Comeback in den letzten Jahren beruht auf der Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten, die von Schmuck-Designern für Perlen in Verbindung mit Gold und Edelsteinen aufgezeigt wurden. Und einmal auf den Geschmack gekommen, wandten sich die Liebhaberinnen von Perlen dann auch wieder zunehmend dem klassischen Perlen-Collier zu, erneut ein »Muß« in Sachen Perlenschmuck. Die Perle ist von Natur aus schon ein perfektes Schmuckstück, sie gewinnt durch außergewöhnliche Größen und Formen einzelner Exemplare eine ausgeprägte Individualität mit stets wachsender Beliebtheit. Damit sind die Möglichkeiten zur besonderen Schmuckgestaltung nahezu unbegrenzt gegeben.
Der Ursprung
Der Ursprung
Die Schönheit der Perle ist geboren aus der schöpferischen Kraft der Natur. Das Meer als Ur-Element allen Lebens ist Heimat unzähliger Lebewesen; eines davon ist die Auster, `die Mutter´ der Perle. Nur selten dringt ein Fremdkörper in die Auster ein, und dann versucht sie, ihn auszustoßen. Mißlingt ihr das, beginnt sie, den Eindringling mit Schichten aus Perlmutt zu umschließen: eine Naturperle wächst heran. Seit Jahrtausenden sind Naturperlen bekannt und begehrt, sie waren stets der königliche Schmuck. Ihre vornehmliche Herkunft aus dem persischen Golf, dem indischen und pazifischen Ozean verlieh ihr auch den Namen Orient-Perle.
Erst mit Beginn dieses Jahrhunderts setzten in Japan systematisch die Versuche ein, das bisherige Zufallsprodukt 'Perle' zu züchten. Schließlich wurde als Ergebnis die Zuchtperle geboren, und heute meinen wir dies Zuchtperlen, wenn wir über Perlen sprechen; denn Naturperlen spielen nur noch eine unbedeutende Nebenrolle im Perlenmarkt weltweit.
Zuchtperlen wachsen auf gleiche Weise heran wie Naturperlen. Der Unterschied besteht nur darin, daß als Fremdkörper ein meist runder Perlmuttkern von Menschen in die Auster eingepflanzt wird. So einfach das klingen mag, so gelungen diese Operation auch war, nur aus einem kleinen Bruchteil aller eingesetzten Kerne wächst eine wahrlich perfekte Perle heran.
Viele Austern stoßen den Kern wieder ab, ein großer Teil der geernteten Perlen ist nur von minderer Qualität und kann nicht für Perlenschmuck Verwendung finden. Die Kenntnisse der erfahrensten Perlenzüchter und ihre Liebe zur Perle sorgen dafür, daß in ihrer Obhut die Natur immer wieder die wunderbarsten Kleinodien hervorbringt.
Formen und Farben
Formen und Farben
Bis vor wenigen Jahren galt das klassische einreihige Zuchtperlen-Collier als der Perlenschmuck schlechthin. Neue Züchtungen von Perlen in China wie auch in anderen fernöstlichen und pazifischen Regionen bieten der Mode in Verbindung mit der nahezu grenzenlosen Kreativität der Schmuck-Designer heute eine zuvor nie gekannte Mannigfaltigkeit der Formen, Farben und Gestaltungsmöglichkeiten mit Perlen. Die klassische Akoya-Zuchtperle aus Japan steht zwar immer noch im Zentrum, wenn es um Perlenschmuck geht; sie wird aber mehr denn je variiert mit Zwischenteilen aus Gold und Edelsteinen, und auch die Schließe erfährt endlich die Bedeutung, die ihr als komplettierendes Schmuckstück schon lange zusteht.
Südsee-Zuchtperlen sind als 'Shooting-Star' der Perlen-Szene die Gewinner im hochdotierten Perlenmarkt; ein Segment, das Produzenten wie Schmuck-Liebhaberinnen mehr Freude denn je bereitet.
Letztlich sind es die vornehmlich in China produzierten Süßwasser-Zuchtperlen, die heute neue deutliche Akzente im Perlenmarkt setzen. In ihrer Konsistenz und damit qualitativen Beständigkeit sind sie den Akoya-Zuchtperlen durchaus vergleichbar: Sie geben vor allem im Bereich der Durchmesser bis 6 mm aufgrund ihrer großen Bandbreite an Formen und Qualitativen Ausprägungen unter Berücksichtigung ihrer Preiswürdigkeit den Designern ein breites Spektrum für die Gestaltung attraktiven Perlenschmucks.
It's your choice, Madame!
Die Akoya-Zuchtperle
Die Akoya-Zuchtperle
Pinctada Martensii - das ist die exakte Bezeichnung für die Muschel, die unter dem Namen Akoya gleichsam als Synonym für die Zuchtperle steht. Seit Beginn des 20.Jahrhunderts wird die Akoya-Muschel in Japan für die Herstellung von Perlen gezüchtet, von daher hat sich der Name Akoya-Perle durchgesetzt. Ein Perlmuttkern wird zusammen mit einem Gewebeteil einer fremden Akoya-Muschel in die ausgewachsene Muschel eingepflanzt, und unter sorgfältiger Behandlung durch Perlfarmer wächst - nicht immer - eine Zuchtperle heran.
Nur ein geringer Prozentsatz von Muscheln produziert wirklich perfekte, runde Perlen mit hervorragendem Lüster. Perlen mit großem Durchmesser sind besonders begehrt, die von 9 mm und mehr sind aber äußerst schwer zu züchten und daher selten und vor allem kostbar. Aber auch nichtrunde Akoya-Perlen, ihrer Form wegen als off-round, semibarock oder barock bezeichnet, haben ihre Liebhaberinnen und werden gerne in Kombination mit anderen Arten von Zuchtperlen und auch Edelsteinketten getragen. Der weitaus größte Anteil von Ankoya-Perlen wird für Perlen-Colliers verwendet, denn die Nachfrage dafür ist weltweit unbegrenzt. Perlenschmuck wie Ringe, Broschen, Ohrstecker und Armschmuck sind eine ideale Ergänzung zum Perlen-Collier, und das Angebot an Ankoya-Zuchtperlen gibt auch den Gestaltern dieses Schmucks viel Spielraum.
Süsswasser-Zuchtperlen
Süsswasser-Zuchtperlen
Große und bizarre Süßwasser-Perlen, die einst im japanischen Biwa-See gezüchtet wurden, sind heute eine Rarität. Die Umweltbedingungen haben sich so verändert, daß dort kaum noch Perlen heranwachsen. Von China aus wird jetzt die Welt mit Perlen versorgt, die im Jangtsekiang und seinen Nebenflüssen gezüchtet werden. Natürlich sind es andere Muscheln als die Akoya-Auster, die die Perlen hervorbringen. Ein Stückchen Mantelgewebe einer fremden Muschel reicht aus, um das Entstehen einer Perle zu stimulieren. Die Süßwasser-Muscheln sind wesentlich größer als die Akoya-Austern, und somit kann darin eine größere Anzahl Süßwasser-Perlen gleichzeitig heranwachsen. Bis zu dreimal kann eine Muschel 'abgeerntet' werden.
In Form und Farbe unterscheiden sich die Süßwasser-Perlen deutlich von den Akoyas. Schließlich ist ihnen die Form nicht durch einen runden Kern praktisch in die Wiege gelegt worden. Das `Reiskorn´ war in den achtziger Jahren nahezu synonym für die Form der chinesischen Süßwasser-Zuchtperle. Derzeit geht der Trend hin zu runden Perlen, aber auch flache `Boutons´ und sogenannte 'Patatoe-Shapes' erfreuen sich weithin großer Beliebtheit, ebenso wie ovale Formen.
Nachdem vor einigen Jahren die Farbpalette der chinesischen Süßwasser-Perlen nahezu grenzenlos schien, werden heute wieder weiße sowie leicht getönte Perlen, cremefarben, rosé oder grau bevorzugt. Süßwasser-Zuchtperlen eignen sich durch ihre mannigfaltigen Formen und die vielen möglichen Farben ganz besonders dazu, mit Zwischenteilen aus Edelsteinen oder Gold zu facettenreichen und fantasievollen Colliers verarbeitet zu werden. Die Kreativität der Designer schafft damit herrlichen Unikat-Schmuck.
Zuchtperlen aus der Südsee
Zuchtperlen aus der Südsee
Selten, groß und schön - diese Attribute sind kennzeichnend für die Südsee-Zuchtperle, sie wird deshalb auch als die Königin der Perlen bezeichnet. Wo die Größe der Akoya-Zuchtperle endet, da fängt die Südsee-Zuchtperle erst an: von 9 mm bis 18 mm, im Einzelfall auch darüber hinaus, reicht ihr Durchmesser. Ursache ist die im Vergleich zur Akoya wesentlich größere Muschel, die aber nur in wärmeren Gewässern in Äquatornähe gedeiht. Von den Meeresgebieten Burmas (Myanmar) über Indonesien und Nordaustralien bis hin zu den Tahitis erstrecken sich die Zuchtgebiete der Südsee-Perlen. Die Form ist selten rund, beliebt sind tropfen- und birnenförmige Perlen für kostbaren Ohrschmuck und Mittelteile von Colliers. Die Farbpalette reicht von silbrigem Weiß über Creme- und Goldfarben bis hin zu Blaugrau und Anthrazitgrau, fast Schwarz. Gold- und Cremetöne weisen eher die Perlen aus den nördlichen Zuchtgebieten Südostasiens auf, anthrazit-farbene und schwarze Südsee-Perlen stammen von den Tahitis.
Der Lüster hat bei Südsee-Zuchtperlen nicht den gleichen hohen Stellenwert wie bei Akoyas, er ist eher von matter Zartheit. Colliers aus Südsee-Zuchtperlen, zumeist in verlaufender Form zusammengestellt, sind besonders kostbar. Denn die Individualität der Südsee-Perle sorgt dafür, daß es sehr schwierig ist, die in Form, Farbe uns Lüster harmonierenden Perlen für ein Collier zu finden . Gerade wegen der häufig ausgefallenen Formen werden Südsee-Zuchtperlen bevorzugt als Einzelperlen zu hochwertigem Juwelen-Schmuck (Ringe, Ohrschmuck, Nadeln, Anhänger) verarbeitet. Schließlich ist eine einzelne Südsee-Zuchtperle oftmals gleichermaßen kostbar wie ein komplettes Collier aus Akoya-Zuchtperlen.
Mabe-Zuchtperlen
Mabe-Zuchtperlen
Als dekorativer Perlenschmuck eignet sich die Mabe-Zuchtperle wegen ihrer Größe von etwa 9 mm bis 22 mm besonders gut, zumal sie preislich sehr günstig ist. Daher erfreut sie sich in den letzten Jahren zunehmender Nachfrage bei Schmuck-Liebhaberinnen. Fachlich korrekt wird sie Zuchtschalen-Perle genannt, und damit ist auch schon ihre Entstehung charakterisiert. In die Muschel - es werden die gleichen Muschelarten wie zur Zucht von Südsee-Perlen verwendet - wird ein der gewünschten Form entsprechender Kern eingesetzt, der von der Muschel bereits innerhalb von 6 - 12 Monaten mit einer Schicht aus Perlmutt-Substanz überzogen wird, häufig aber nur sehr dünn, etwa in der Stärke eines Fingernagels. Zumeist werden runde Mabe-Perlen als Halbkugeln gezüchtet, aber auch Herzen, Tropfen und Ovale sind als Formen gefragt.
Da die Zucht von halbrunden Mabe-Perlen deutlich schneller und einfacher als die von vollrunden Perlen zu bewerkstelligen ist und dazu auch Muscheln verwendet werden können, die zu schwach für die Produktion anderer Perlen sind, resultiert daraus ein erstaunlich günstiges Preisniveau für Mabe- Zuchtperlen. Sie werden hauptsächlich für Ohrschmuck, Anhänger und Nadeln verwendet. Die Mabe-Perle ist aber aufgrund der dünnen Beschichtung recht empfindlich, daher wird von einer Verarbeitung zu Ringen abgeraten.
Keshi-Zuchtperlen
Keshi-Zuchtperlen
Es sind Zufälle in Verbindung mit der Zucht von Akoya- oder Südsee-Perlen, die zum Entstehen von Keshi-Perlen führen und damit den Perlen-Liebhaberinnen ein besonders reizvolles Produkt bescheren. Keshi-Perlen werden erzeugt durch die natürliche Ablagerung eines Muschelsplitters oder anderen kleinen Fremdkörpern in der Muschel, häufig auch nach dem Abstoßen eines eingesetzten Perlmuttkerns durch ein zurückgebliebenes Gewebeteilchen. Die Muschel umgibt dieses mit Perlmutt-Substanz, und nach und nach wächst daraus die keinelei Regelmäßigkeiten unterworfene Perle heran.
Die kleine japanischen Keshis werden nur bis zu 4 mm groß, manche sind nur winzig und tragen daher auch die Bezeichnung `Saat-Perlen´. Die Schattierungen der Keshi-Perle sind zart, sie reichen von weiß bis dunkelgrau, von gold bis rosè. Ihre Form ist oft bizarr. Südsee-Keshi-Perlen entstehen bei der Zucht von Südsee-Perlen, sie können daher auch deren Größe erreichen, sind aber in der Form stets barock. Japanische Keshi-Perlen werden gerne zu mehrreihigen Colliers verarbeitet, ein sehr arbeitsaufwendiger Prozeß. Hingegen werden die seltenen großen Südsee-Keshis meist als Einzelperlen zu individuellen kostbaren Schmuckstücken verarbeitet.
Perlen-Colliers
Perlen-Colliers
Als hochmodisches Accessoire ist das Perlen-Collier wieder in das Bewußtsein der Frauen zurückgekehrt. Die Freude an der Perle ist unverändert groß. Perlen-Ketten werden heute individuell gestaltet; fantsievolle Zwischenteile aus Gold oder Edelsteinen, kleine oder große Goldschließen und dekorative Einhänger verleihen ihnen eine persönliche Note. Die Erfahrung des Juweliers, seine Fachkenntnis und Kreativität, sein Bemühen um Qualität hilft Ihnen, der Liebhaberin feiner Zuchtperlen, bei der Zusammenstellung Ihres persönlichen Perlen-Colliers, damit Sie für Ihre Geldanlage den optimalen Gegenwert erhalten.
Das heute nur noch selten anzutreffende klassische Perlen-Collier (Chute) hatte Verlaufsform; ausgehend von einer großen Perle in der Mitte werden die Perlen zu den beiden Enden des Colliers hin immer kleiner, die Länge beträgt etwa 45 cm. Der Choker, ein Collier von gleichgroßen Akoya-Zuchtperlen identischer Qualität, ist mit seiner Standardlänge von 36-40 cm ( je nach Größe der Perle) der zeitlose Perlenschmuck schlechthin. Er kann im nachhinein durch diverse Zwischenteile oder eine herausragende Schließe modischen Strömungen angepaßt werden.
Aber auch längere Perlen-Colliers haben ihre besondere Bedeutung je nach Anlaß, sie anzulegen: die Matinee-Länge (60 cm) - die Opern-Länge (70 cm) - die Queen (80 cm) - schließlich der Sautoir von etwa 120 cm. Durchaus üblich und von der Mode geradezu gefordert ist auch die Kombination verschiedener Perlen-Colliers, beispielsweise eine graue mit einer weißen Zuchtperlenkette. Erlaubt ist was gefällt. Letztlich vervollständigt das passende Perlen-Armband den Perlenschmuck.
Die Schliesse
Die Schliesse
Wurde sie früher mehr verschämt hinten am Halse getragen, sozusagen als notwendiger funktioneller Störenfried des Perlen-Colliers, so rutschte die Schließe zunächst langsam am Hals nach vorne auf die Seite, eher keck als Schmuckstück hervorgeholt. heute gilt sie als zentraler Bestandteil des Perlen-Colliers, wird als dekoratives, oft großförmiges Mittelteil so getragen, daß ihre Wertigkeit gerade die Qualität der sie umgebenden Perlen besonders hervorgehoben wird, wohingegen sie als Anhängsel einer Goldkette deutlich entwertet würde. Die Schließe erlebte mit der Perle als Juwel des Meeres in den letzten Jahren einen ernormen Aufschwung. Viele namhafte Designer entdeckten sie als Medium, ihrer Kreativität in Sachen Perlenschmuck Ausdruck zu verleihen.
Die Schließe soll der Perle schmeicheln und umgekehrt, Dominanz des einen oder anderen Juwels ist unangebracht. Dementsprechend ist die Wertigkeit der auszuwählenden Schließe zu beachten. Ein sportlich-jugendliches Süßwasser-Collier als erstes Perlenschmuckstück der jungen Dame ist mit einer Karabiner-Schließe aus einer hochwertigen Goldlegierung sicher optimal ausgestattet. Das Collier aus Akoya-Zuchtperlen, gegebenenfalls durch Zwischenteile zu einem Juwel der besonderen Art gestaltet, bedarf einer entsprechend exklusiven Schließe.
Doch sollten Sie grundsätzlich bei der Wahl Ihres Perlen-Colliers zunächst Wert auf eine hohe Qualität der Perlen legen. Eine schlichte, elegante Schließe kann später gegen einen besonders exklusiven und kostbaren Verschluß ersetzt werden. Die Perlen bleiben! Nur Ihr Juwelier bietet Ihnen die erforderliche Auswahl an Schließen und Perlen und vor allem fachgerechte Beratung.
Perlen-Schmuck
Perlen-Schmuck
Verband man früher mit der Perle als Schmuck ausschließlich das Collier, so findet heute dagegen die einzelne Perle als Bestandteil kostbaren Gold- und Platinschmucks vielfältige Verwendung. Angefangen vom klassischen-schlichten Ohrstecker aus Akoya-Zuchtperlen bis hin zum dekorativen Platin-Collier mit einer exklusiven Südsee-Perle, die Bandbreite des Perlenschmucks ist unübersehbar groß.
Perlen harmonieren farblich mit nahezu allen Kleidungsstücken, Perlenschmuck kann stets getragen werden. Anderer Schmuck, z.B. mit Smaragden oder Rubinen, muß sorgsam auf die ausgewählte Kleidung abgestimmt werden. Perlenschmuck ist dekorativ und der heutigen Mode entsprechend; Perlenschmuck ist echt, das Juwel des Meeres schmeichelt den Edelmetallen Gold und Platin, und die Verarbeitung von Perlen zusammen mit Diamanten findet in einem kostbaren Juwelen-Schmuckstück einen kreativen Höhepunkt.
Tipps für Ihren Perlenkauf
Der Kauf von Zuchtperlen ist in erster Linie Vertrauenssache. Gerade wenn Sie Ihr allererstes Perlen-Collier, Ihren Perlenschmuck erwerben möchten, sollen Ihnen diese Empfehlungen helfen, einen guten Kauf zu tätigen. Die umfassende Beratung erfahren Sie beim Juwelier Ihres Vertrauens. Sie können ihm auch nach Jahren Ihr Perlen-Collier zum Auffädeln oder Umarbeiten andienen, stets wird er Sie fachgerecht bedienen. Fünf Merkmale sollten Sie auf jeden Fall beim Kauf Ihres Zuchtperlen-Colliers beachten:
Die Größe
Sie variiert bei Akoya-Zuchtpelen heute von 3 mm bis 10 mm, sie sollte in Verbindung mit der gewählten Länge zu ihnen Passen. Der Preis steigt mit dem Durchmesser, vorausgesetzt die anderen Qualitätskriterien sind konstant.
Die Farbe
Sie sollte auf den Hauttyp der Trägerin abgestimmt werden. Meist werden weiße oder weiß-rosé-farbene Perlenketten gewünscht, und die hohe Nachfrage bestimmt den Preis. Aber gerade dann, wenn die Ketten lang getragen werden sollen, oder wenn Ihr Hauttyp nicht extrem hell ist, empfehlen wir Ihnen Zuchtperlen mit einer champagner-farbenen Tönung, selbst ein creme-farbener oder grünlicher Unterton kann dann ausgesprochen reizvoll und ein sehr guter Kauf sein.
Der Lüster
Ihm müssen Sie beim Perlenkauf vorrangige Beachtung schenken. Ein guter Lüster ist wichtiger als Form, Farbe und Größe. Denn er hängt im wesentlichen von der Stärke der Beschichtung, der Qualität der Oberfläche der Perle ab. Je besser der Lüster, desto wertvoller erstrahlt das Collier an Ihrem Hals.
Die Form
Da heute 'off-round'-Perlen, seien es Südsee, Akoya oder Süßwasser, der Individualität in der Mode mehr und mehr entsprechen, hat die einstmals geforderte perfekt runde Form von Zuchtperlen an Bedeutung verloren. Lüster und Beschichtung haben Vorrang gewonnen.
Die Oberfläche
Gerade ihre Beurteilung erfordert die Fachkenntnis des Experten. Kleine Unregelmäßigkeiten mögen die Wertigkeit der Perle geringfügig mindern, sie sind typisch für dieses Naturprodukt. Eine äußerst wichtige Empfehlung sollte Sie beim Perlenkauf immer beachten: Gehen Sie im Hinblick auf die Stärke der Beschichtung keine Kompromisse ein. Denn der Kern, den Sie andernfalls bald kennenlernen werden, hat kein Lüster.
Fragen Sie Ihren Juwelier bei Ihrem Perlenkauf nach diesen Kriterien. Er wird Sie zuverlässig beraten und bietet Ihnen den regelmäßigen Service für Ihr Collier, und auch Umarbeitungen führt er nach Ihren Wünschen durch.
Edles bedarf der Pflege
Schenken Sie Ihren Perlen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Als Schätze der Natur möchten Ihnen die Perlen lebenslange Freude bereiten.
Die natürliche Oberfläche der Perle ist empfindlich gegen jede Art von Kosmetik, seien es Sprays, Parfums oder Cremes. Vermeiden Sie es nach Möglichkeit, Ihre Perlen mit Kosmetika in Verbindung zu bringen. Da auch natürliche Hautabsonderungen die Perlsubstanz angreifen können, reinigen Sie an besten nach jedem Tragen Ihr Perlen-Collier dadurch, daß Sie es mit einem weichen Wolltuch abreiben.
Bewahren Sie grundsätzlich ihre Perlen in einem weichen Etui getrennt von anderen Schmuckstücken auf.
Die direkte Sonneneinstrahlung (Sonnenbaden) liebt Ihre Perlenkette ebensowenig wie Baden und Schwimmen, denn darunter leidet auch der Faden.
Einmal jährlich sollte der Juwelier Ihr Perlen-Collier überprüfen und gegebenenfalls neu aufziehen. Edle Perlen wollen auf einen einwandfreien Faden gereiht sein. Bei Beachtung dieser Hinweise werden Sie über lange Zeit Freude an Ihren Juwelen des Meeres haben.














